Teppichböden und Läufer: Sind die Bodenbeläge in oder out?

Die Vorliebe von Menschen für textile Bodenbeläge reicht wahrscheinlich bis zur Steinzeit zurück. Zuerst sorgten Bärenfelle auf Böden von Höhlen für Behaglichkeit, später eroberten Orientteppiche unsere Welt. Ihren endgültigen Siegeszug feierten Teppichböden und Läufer im 20. Jahrhundert, als die Bodenbeläge durch industrielle Verfahren hergestellt wurden.

Teppiche und Läufer im Wandel der Zeit

Doch um die Jahrtausendwende wendete sich das Blatt, als textile Gemütlichkeit durch die Rückbesinnung auf natürliche Elemente und Trends wie Purismus ersetzt wurde. Zugleich haftete den Läufern der Ruf an, zu viele Schadstoffe zu verbreiten. Holzdielen, Laminat sowie Terrakotta- oder Steinfliesen setzten sich immer mehr durch. Teppiche gerieten in Vergessenheit. Doch mittlerweile ist eine Abkehr von dieser Form des Minimalismus offensichtlich. Seitdem halten Teppiche, Läufer und auch Tapeten vermehrt in den eigenen vier Wänden Einzug.

Farben und Strukturen für jeden Geschmack

Neue Teppichböden erobern die Einrichtungswelt und ziehen mit mannigfaltigen Farben oder Strukturen die Blicke auf sich. Von voluminös bis großnoppig, von geperlt bis gekräuselt – für jeden Geschmack ist das passende Modell dabei. Die Vielfalt an Farben reicht vom kühlen Blau und Kobaltgrün über sanfte Sand- und Honigtöne bis hin zum auffallenden Rot: Der Auswahl sind deshalb nur wenige Grenzen gesetzt. Dank einfacher Reinigungsoptionen durch Anbieter wie www.dtr-teppichreinigung.de erfreuen sich sogar Wollteppiche großer Beliebtheit. Diese Bodenbeläge begeistern mit ihrer Fähigkeit, größere Mengen an Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und dadurch ein angenehmes Raumklima zu erzeugen.

Teppiche – besser als ihr Ruf

Bereits der Siegeszug des Wollteppichs zeigt auf, dass Teppichböden von heute nicht nur mit ihrer Optik überzeugen. Eine ausschlaggebende Rolle spielt die hohe Qualität, da Teppiche und Läufer heute keine oder nur geringe Mengen sogenannter Weichmacher enthalten. Zertifikate wie die TÜV-Plakette „allergikergeeignet“ oder das Siegel der Europäischen Teppich-Gemeinschaft EtG zeugen von der hohen Qualität der Bodenbeläge. Diese Siegel verdeutlichen, dass Experten die Teppiche auf ihre Inhaltsstoffe und Strapazierfähigkeit hin überprüfen.

Verschiedene Verlege-Optionen

Teppichböden von heute zeichnen sich zudem durch stabilisierende Rücken aus Vliesgewebe aus, das einen gelenkschonenden Auftritt ermöglicht und zugleich mit einem geringen Schadstoffgehalt überzeugt. Da mit einem Textilrücken ausgestattete Fußböden zugleich als wärmedurchlässig gelten, sind die Bodenbeläge ideal für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Ebenso vorteilhaft ist die große Auswahl an umweltfreundlichen Klebemitteln, die zum Verlegen von Teppichböden geeignet sind. Bei einigen Bodenbelägen mit Vliesrücken ist sogar ein Verlegen mit Klettband
möglich. Der Vorteil dieser Methode liegt auf der Hand, da bei einer Entfernung des Teppichbodens keine störenden Klebereste übrig bleiben.

Eine gute Wahl für Allergiker

Galten Teppiche und Läufer in der Vergangenheit als erhöhtes gesundheitliches Risiko für Allergiker, verweisen Mediziner heute auf völlig neue Erkenntnisse. Aktuelle Studien belegen, dass Räume mit Hartböden bis zu viermal höhere Feinstaub-Konzentrationen als Zimmer mit Teppichböden enthalten. In die Läufer und Teppichböden eingearbeitete Florfäden halten kleine Staubteile einschließlich Allergien auslösender Stoffe fest. Deshalb rät deutsche Allergiker- und Asthmabund Hausstauballergikern an, im eigenen Zuhause kurzflorige Teppichböden auszulegen. Kommt zusätzlich ein Staubsauger mit HEPA-Abluftfilter zum Einsatz, ist das Wohngefühl mit Wohlgefühl garantiert.

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