Rot-Rot-Grün in Nordsachsen einigt sich auf gemeinsame Wahlvorschläge

In diesem Jahr werden im Landkreis Nordsachsen verschiedene Bürgermeister sowie auch der Landrat gewählt. Jetzt gaben die Parteien SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen bekannt, dass sie bei den Landrats- und Bürgermeisterwahlen im Juni mit gemeinsamen Kandidatinnen und Kandidaten antreten möchten.

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Die Vertreterinnen und Vertreter der drei Parteien schlagen ihren Kreisverbänden ein Rot-Rot-Grünes Bündnis für die anstehenden kommunalen Wahlen in Nordsachsen vor und empfehlen eine gemeinsame Nominierung bzw. Unterstützung durch alle drei Parteien. “Sowohl bezüglich der Inhalte als auch der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten konnten wir Übereinkünfte erzielen”, erklärt der SPD-Kreisvorsitzende Volkmar Winkler sichtlich zufrieden.

Die Kreischefin der LINKEN, Luise Neuhaus-Wartenberg, ergänzt: “Beim Blick auf die Wahlergebnisse bei der Bundestagswahl sehen wir, dass gemeinsame Kandidatinnen und Kandidaten im Hinblick auf eine fortschrittliche Mehrheit ein absolutes Muss sind. Über die erfolgreichen Verständigungen freuen wir uns sehr.”

Auch die Kreisvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Barbara Scheller und Denis Korn sehen es nicht anders. “Es ist ganz einfach augenscheinlich, dass unsere Ziele eng beieinander liegen und demzufolge eine Zusammenarbeit die logische Folge ist”, so die beiden übereinstimmend.

Die Vorschläge der Parteien

Landrat für Nordsachsen

Als Landratskandidat wird der Eilenburger Sozialpädagoge und Stadtrat Torsten Pötzsch (SPD, Foto oben) ins Rennen gehen. Pötzsch ist seit 2008 Mitglied der SPD, 44 Jahre alt und verheiratet. Der gelernte Diplomsozialpädagoge arbeitet derzeit in der mobilen Jugendberatung. Seit 2009 ist er Stadtrat in Eilenburg und seit 2014 Mitglied des Kreistags. Derzeit ist der stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Bürgermeisterwahl Torgau

Für die Oberbürgermeisterwahlen werden alle drei Parteien in Torgau Kreis- und Stadtrat Michael Bagusat-Sehrt (Die LINKE), der als Regionalmitarbeiter der Bundestagsfraktion seiner Partei tätig ist, nominieren.

Bürgermeisterwahl Delitzsch

In Delitzsch wird der parteilose staatlich anerkannte Erzieher und Unternehmer Jens Müller, der sich als Betreiber des Kinos und der Urlaubsbar in seiner Heimatstadt einen sehr guten Namen gemacht hat, kandidieren und von den drei Parteien unterstützt.

Bürgermeisterwahl Taucha

Für Taucha wurde entschieden, wie bei der letzten Wahl erneut Tobias Meier (FDP), der als Einzelbewerber antritt, zu unterstützen.

Bürgermeisterwahl Oschatz

Noch keine Entscheidung wurde bezüglich der Oberbürgermeisterwahl in Oschatz getroffen.

Ländliche Kommunen

Auch bei den weiteren Bürgermeisterwahlen in den ländlichen Kommunen werden nahezu überall rot-rot-grüne Kandidaten antreten.

In Cavertitz geht Amtsinhaberin Christiane Gürth wieder ins Rennen und hat ebenfalls wie schon bei der letzten Wahl die volle Unterstützung aller drei Parteien. In Dommitzsch wird der bei der letzten Wahl knapp unterlegene Bernd Schlobach erneut antreten und sollte diesmal gute Chancen haben, die Wahl für sich zu entscheiden.

Zum ersten Mal kandidieren werden in Wermsdorf der Historiker und Heimatvereinsvorsitzende Dr. Jens Kunze, in Dahlen der SPD-Stadtrat und Unternehmer Jens Bak sowie in Rackwitz der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Architekt Konstantin Preissler.

Nur in Jesewitz wird es keinen Bündnis-Kandidaten geben. Hier wird wiederum der Amtsinhaber Ralf Tauchnitz, der für die Freien Wähler antritt, unterstützt.

Nun bereiten die Geschäftsführer der drei Parteien die Aufstellungskonferenz vor. Am 12. März wollen sich alle drei Parteien an einem noch zu bestimmenden Ort treffen und das Gesamtpaket an Kandidatinnen und Kandidaten ihren Parteien zur Nominierung und Beschlussfassung vorlegen. “Diese gemeinsame Nominierungsveranstaltung ist ein weiteres Zeichen dafür, dass nach dem 12. März alle drei Parteien geschlossen hinter den Kandidierenden stehend in den Wahlkampf gehen werden und gemeinsam für Veränderungen in zahlreichen Bereichen wie Sozial-, Bildungs-, Kinder-und Jugendpolitik, Umwelt- und Infrastrukturpolitik kämpfen werden”, heißt es in der gemeinsamen Presserklärung.

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